WILDAU STARTET DURCH

WIRTSCHAFT UND
FORSCHUNG

Einst liefen in Wildau schwere Loks vom Band, heute wird an der Flugzeugtechnik von morgen getüftelt. Mit über 100 international erfolgreichen Hightech-Unternehmen aus dem Maschinenbau und der Luft- und Raumfahrt ist Wildau das Silicon Valley Brandenburgs. Die gut vernetzte Technische Hochschule spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Wildau steht traditionell
für Wachstum

Wildau blickt auf eine über 100-jährige Industrietradition im Schwermaschinenbau zurück. Zur Kaiserzeit wurden hier Lokomotiven gebaut. Zeuge dieser glorreichen Industriegeschichte ist die Schwartzkopffsiedlung. Ursprünglich für die Lokomotivbauer errichtet, steht sie inzwischen topsaniert und prämiert unter Denkmalschutz.

Wildau in Zahlen

500

Beschäftigte in der Luftfahrtindustrie
in der gesamten Region

4.000

Studierende aus 60 Ländern an der TH Wildau

1991

Gründung der TFH Wildau –
2009 Umbenennung in TH Wildau (FH)

3

Kommunen im regionalen Wachstumskern
Schönefelder Kreuz: Wildau, Schönefeld,
Königs Wusterhausen

1900-1943

Eine der größten und modernsten
Lokomotivfabriken in Wildau

7.089

Einwohner in Wildau im Jahr 1990

10.013

Einwohner in Wildau im Jahr 2016

HIGHTECH MADE IN WILDAU

Heute dominieren Hightech und Wissenschaft den Ort Wildau. Bereits seit Jahrzehnten profiliert sich der Vorzeige-Wirtschaftsstandort international mit innovativen Spitzenleistungen im Bereich Schwermaschinenbau, Sondermaschinenbau sowie Luft- und Raumfahrttechnik. Knapp 1 000 Gewerbebetriebe und 130 Hightech-Unternehmen sind in Wildau ansässig, darunter Weltmarktführer wie die Wildauer Schmiedewerke und AneCom Aerotest. Angesiedelt und bestens vernetzt sind sie an den zwei Gewerbestandorten: direkt an der Autobahn A 10 im Gewerbepark Berlin-Wildau und mitten in der Stadt im SMB-Wissenschafts- und Technologiepark. So profitieren sie nicht nur von der verkehrsgünstigen Lage mitten im Wachstumskern Schönefelder Kreuz, sondern auch von der Nachbarschaft zur Bundeshauptstadt Berlin.

Der Wisschenschafts- und Technologiepark

1

GRÜNDERPARADIES
Roter Teppich für Start-ups: Im Technologie- und Gründerzentrum finden kreative Köpfe ideale Bedingungen, um ein erfolgreiches Business aufzuziehen. In der 3 400 Quadratmeter großen Ideenschmiede können Jungunternehmer günstig Büros, Werkstätten und Labors mieten. Netzwerke und Hochschulnähe gibt’s als Bonbon dazu. Derzeit haben über 30 Unternehmen hier ihren Sitz.

2

FACHKRÄFTE VON MORGEN
Luftfahrttechnik, Maschinenbau, Telematik und andere spannende Studiengänge hat die Technische Hochschule Wildau im Programm. Vom ersten Semester an sind die rund 4 300 Studierenden in Forschungs- und Entwicklungsprojekte eingebunden. Die Campushochschule belegt in Hochschulrankings regelmäßig Spitzenplätze. Kein Wunder, dass Wildauer Absolventen bei Unternehmen in Berlin und Brandenburg hoch im Kurs stehen.

3

TURBO-TESTER AM WERK
Bevor Turbomaschinen produziert werden, lassen die Hersteller sie auf Herz und Nieren testen – und dies sehr häufig bei der AneCom AeroTest GmbH in Wildau. Der weltweit gefragte Partner für Entwicklungsprogramme in der Triebwerks- und Gasturbinenindustrie beschäftigt 200 Mitarbeiter.

4

AUFTRIEB FÜR DIE LUFTFAHRT
Im Zentrum für Luft- und Raumfahrt sind mehr als 60 Hightech-Unternehmen aus der Luftfahrt und anderen Branchen versammelt. Das Zentrum, einer der größten kompakten Technologiestandorte Brandenburgs, bietet Unternehmen und Gründern passende Infrastruktur wie Fertigungshallen und Büroflächen. Zudem ist es Thinktank, Forum und Veranstaltungsort der Branche.

5

HEISSES EISEN
Die Wildauer Schmiede- und Kurbelwellentechnik GmbH ist auf tonnenschwere Gesenkschmiedeteile spezialisiert: Riesige Kurbelwellen, Pleuelstangen, Kettenglieder, Achsen, Bremsscheiben und anderes wird hier mit modernster Technik gefertigt. Die Schmiedeteile kommen beispielsweise in Schiffen, Bahnen oder Baufahrzeugen zum Einsatz. Kunden weltweit setzen auf Schmiedekompetenz made in Wildau.

PRAXISORIENTIERT STUDIEREN

Großen Anteil am dynamischen Wirtschaftsleben hat die Technische Hochschule Wildau. Am Campus im Wissenschafts- und Technologiepark genießen über 4 300 Studierende aus 60 Ländern beste Studienbedingungen. Die Hochschule punktet mit 33 praxisorientierten Studiengängen, einem ausgezeichneten Netzwerk und guten Berufsaussichten.

Lebendiger Leuchtturm der Forschung


„3D-Vermessungssystem für Frachtgut ent wickelt“, „Neuartiger elektrischer Antrieb für öko effi zientes Fliegen mit Motorseglern präsentiert“, „Humanoider Roboter assistiert in der Hochschulbibliothek“ … Monat für Monat lässt die Tech nische Hochschule Wildau mit innovativen Projekten und Forschungsergebnissen von sich hören. Die größte Fachhochschule Brandenburgs erlebt einen stetig steigenden Zulauf, weil hier Forschung, Lehre und Ergebnis transfer aufs Engste miteinander verwoben sind. Und das wiederum trägt ganz wesentlich zum jungen, internationalen und erfinderischen Stadtbild Wildaus bei.

DIE PRAXIS IST DER BESTE LEHRMEISTER

Die Hochschule hat sich mit den regionalen und international tätigen Hightech Unternehmen und Forschungseinrichtungen vernetzt. Anwendungsorientierung spielt daher in jedem der 33 Studiengänge die Hauptrolle. Das breit gefächerte Studienangebot umfasst unter anderem Automatisierungstechnik, Luftfahrttechnik/Luftfahrtlogistik, Europäisches Management und Biosystemtechnik/Bioinformatik. Dazu gesellt sich ein Fach, das als Vollstudiengang nirgendwo sonst in Deutschland angeboten wird: Telematik. In diesem interdisziplinären Studiengang aus Telekommunikation und Informatik dreht sich alles um intelligente Vernetzungen, etwa bei Gebäudeautomation, Verkehr und Logistik, Sicherheit, ECommerce oder EHealth.

Mit überschaubaren Lerngruppen, ausgezeichnet ausgestatteten Laboren und Forschungsräumen und einer Bibliothek, die 2012 zur „Bibliothek des Jahres“ gekürt wurde, könnten die Studienbedingungen auf dem modernen Campus nicht besser sein. Die Studierenden erwerben ihr Knowhow vor allem auch in spannenden Praxisprojekten und knüpfen so Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern. Beste Voraussetzungen für einen Berufseinstieg nach Maß!

Die Technische Hochschule
ist eine Zugkraft der
regionalen Entwicklung.

INTERNATIONALITÄT BEFLÜGELT

Als ein weltweit strahlkräftiger Leuchtturm in den Fachbereichen Ingenieur- und Naturwissenschaften, Wirtschaft, Recht und Verwaltung zieht die TH Wildau nicht nur wissensdurstige junge Leute aus Brandenburg und den benachbarten Bundesländern an. Ein Viertel der aktuell 4 300 Studierenden kommt aus dem Ausland, vor allem aus Lateinamerika, Europa, Afrika, Ost- und Südasien sowie von der arabischen Halbinsel. Auslandserfahrungen zu sammeln, wird den Studierenden und Forschenden leicht gemacht: Es bestehen über 100 aktive Forschungs- und Wissenschaftskontakte zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen in 60 Ländern, dazu zahlreiche Austausch- und Förderprogramme. Man kann sogar Doppelabschlüsse machen – also in Wildau und an einer ausländischen Partnerhochschule studieren.

ERFINDUNGSGEIST OHNE GRENZEN

Eine weitere beeindruckende Zahl ist die Höhe der eingeworbenen Drittmittel. 14 Millionen Euro Forschungsgelder konnte die TH Wildau im Jahr 2015 verbuchen, 10,5 Millionen Euro im Jahr 2016. Bereits seit 2001 führt die TH Wildau damit die Liste der forschungsstärksten Hochschulen in Deutschland an. Das Geld fließt in 220 angewandte Forschungsprojekte, in denen an Technologien der Zukunft getüftelt wird. Die Ergebnisse werden auf Messen und Veranstaltungen den Fachbesuchern und der Öffentlichkeit präsentiert. Ein spannender Ausflug in die Welt von morgen – direkt in der Nachbarschaft.